Freitag, 6. November 2015

Weihnachtsmann mit Herz








                                        Weihnachtsmann mit Herz


Julius Kanne war ein guter Schüler und er wollte sich in den Weihnachtsferien etwas dazu verdienen. Es war aber gar nicht so einfach eine passende Arbeit zu finden wobei man auch noch gutes Geld verdiente. Er wollte etwas machen was nicht so alltäglich war. Kellnern in einer Kneipe oder so etwas ähnliches, da hatte er keine richtige Lust zu. Es sollte etwas besonderes sein, etwas was er noch nie gemacht hatte. Und er wollte viel Geld dabei verdienen. Als er in einem Geschäft in der Stadt wo er wohnte hörte dass sie einen Weihnachtsmann suchten für die Kinder, erkundigte er sich nach diesem Job. Und er hatte Glück. Das Geschäft suchte noch einen geeigneten Mann für diese Arbeit.
Zwei Tage später saß Julius mitten in dem Geschäft auf einem Stuhl und schon bald hatte er viele Kinder auf seinem Schoß sitzen, die er fragte, was sie denn vom Weihnachtsmann gerne geschenkt bekommen wollten. Und fast alle Wünsche konnte Julius erfüllen, aber bei einem  Kind war er immer sehr traurig. Phillip, so hieß das Kind, kam immer mit seiner Oma und Phillip wünschte sich das seine Mutter wieder gesund werden sollte zu Weihnachten. Aber wie sollte Julius dem Kind diesen Wunsch erfüllen. Phillip kam jeden Tag zum Weihnachtsmann und er weinte immer. Der kleine Phillip tat Julius leid. Deshalb fragte er die Oma eines Tages, was denn die Mutter von Philipp hatte. „ Die Mutter von Phillip hat es mit der Lunge. Sie hustet den ganzen Tag lang.“ „ War sie denn schon beim Arzt?“ fragte Julius die Oma von Phillip. „ Ja, da war sie. Der Arzt hat Renate Hustensaft verschrieben. Aber sie  müsste sich einmal richtig hinlegen und den Husten auskurieren.“ „ Aber warum macht sie denn das nicht?“ „ Weil wir sehr arm sind. Der Vater von Phillip ist früh gestorben. Uns so stand Renate mit Phillip alleine da. Sie geht schon eine ganze weile putzen und verdient sich so etwas dazu. Aber davon und einer kleinen Witwenrente kommt man nicht weit. Sie hat ja keinen Beruf erlernt. Sie war schon sehr früh schwanger und blieb zu Hause. Manfred ging damals noch arbeiten aber er war sehr lange arbeitslos und verdiente nicht viel. Er war schon früh krank, so dass er nicht mehr arbeiten gehen konnte und er ist dann auch schon bald gestorben.“ „ Das ist ja eine traurige Geschichte, die ihre Familie da erlebt hat. Ich möchte so gerne helfen. Der kleine Phillip tut mir leid. Aber warten sie mal, ich habe da eine Idee. Lassen sie mich mal machen. Vielleicht kann ich dem traurigen Phillip doch noch ein lachendes Gesicht beschaffen zu Weihnachten.



 




2

Als seine Arbeit im Kaufhaus zu ende war für heute, ging er mit Phillip und seiner Oma zu Phillips Mutter nach Hause. Draußen hörte er schon das laute Husten von Renate. Aber schnell sprach Julius mit der Mutter von Phillip. „ Ich möchte ihnen helfen Renate. Ich werde für sie putzen gehen und sie legen sich erst einmal richtig ins Bett. Und morgen gehen sie zu meinem Arzt und lassen sich etwas gutes verschreiben für ihren Husten. Mir tut das so weh, wenn ihr Phillip immer weint. Ich möchte ihn nur einmal lachen sehen. Wir schaffen dass, Renate.
Gleich am nächsten Morgen ging Julius für Renate putzen und Renate blieb im Bett liegen. So ging das zwei Wochen lang. Und Renate war nach diesen zwei Wochen wieder kerngesund. Ihr Husten war wie weggefegt. Von der Geschichte hörte auch der Geschäftsmann von dem Geschäft, wo Julius den Weihnachtsmann spielte. Am letzten Tag kam Phillip mit Renate und ihrer Mutter in das Geschäft. Und als Phillip auf dem Schoß von Julius saß lachte Phillip den Weihnachtsmann an und Julius sagte: So  jetzt kann Weihnachten kommen. Und der Geschäftsmann stellte Renate in seinem Geschäft als Verkäuferin ein und sagte zu Julius: „ So einen Weihnachtsmann hatten wir noch nie. Einen richtigen Weihnachtsmann mit Herz.“
Und die ganze Belegschaft stand vor dem Weihnachtsmann Julius und klatschte und freute sich mit Phillip und Renate mit. „Das wird unser schönstes Weihnachten, “ sagten alle Angestellten, „ Dank dem Weihnachtsmann mit Herz. Unserem Julius.“

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